Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback


http://myblog.de/ikerysaraparasiempre

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
1. Kapitel

Morgens, 5:00 Uhr (POV Iker) Ohne Vorwarnung brüllt mein Handy plötzlich los. Meine Fresse! Ich muss GANZ DRINGEND den verdammten Klingelton wechseln - wann hatte ich den jemals eingestellt? Oder war das einer meiner TOLLEN Kollegen? Egal (obwohl es wahrscheinlich irgendeiner von den anderen war, als ich nicht aufgepasst habe). Notiz an mich: Herausfinden wer's war. Handy NIE MEHR aus den Augen lassen (Vorhängeschloss kaufen). Niemanden aus der Mannschaft mehr trauen. Und ganz dringend: Klingelton. Jetzt. Mein Handy gibt keine Ruhe, also gehe ich noch halb schlafend ran. "Ja?", brumme ich in den Hörer. Wer zum Kuckuck ruft bitteschön um FÜNF UHR MORGENS an?!? "Hola, Capitan! Wie geht's dir so? Du klingst so verschlafen", flötet mir die Stimme von Sergio ins Ohr. Idiot. Der Tag geht schon mal gut los - der Trottel ruft mich um fünf an und fragt mich noch, warum ich denn so verschlafen klinge. Wenn ich ihn später sehe, kann er was erleben... Moment mal - warum ist er jetzt schon so wach? "Wie's mir geht? Es ist fünf Uhr und du rufst mich an? Beantwortet sich das nicht von selbst?", blaffe ich. Ich mag ihn ja eigentlich - eigentlich. "Nein, tut es nicht. Ich wollte dich doch nur wecken, weil du ja sonst eh wieder verschläfst. So wie ich DICH kenne, ist dein Wecker sowieso schon seit Jahren verschollen." In dem Moment dröhnt "A tontas y a locas!" in voller Lautstärke aus meinem Handy. Ich räuspere mich. "Wie war das gerade, Ser?" "Kann ICH doch nicht wissen, dass du es einmal schaffst, den Wecker zu stellen", antwortet er und ich kann seine verdrehten Augen förmlich sehen. "Hast ja Recht, Ser." Dann habe ich einen Geistesblitz. "Moment mal... hast DU meinen Klingelton geändert?" "Öhm, also... ich muss dann mal auflegen. Die Katze macht Terror..." "Ich dachte, du hast einen Hund? Odie?" "Ja, hat ein kleines Geschwisterchen bekommen.... also ja, die beiden wollen raus... Ciao, Capitano." Und schon ist die Leitung tot. Ich hasse ihn. Manchmal zumindest. Naja, oder eher meistens. Seufzend schlage ich die Decke zurück und quäle mich aus dem Bett, während ich mir Rachepläne zurechtlege, die sich auch problemlos im Flugzeug durchführen lassen würden. Ich grinse. An DIESEN Flug würde Ser noch SEHR LANGE denken. Und da es ja nach Südafrika zum Confederations Cup geht, wird der Flug auch einige Stunden dauern. Jackpot! An meiner Schlafzimmertür stolpere ich über meine Schuhe, die immer noch vom Packen auf dem Boden herumliegen. Man, sieht das hier aus. Eigentlich ein Wunder, das in meinem Schrank noch nichts lebt. 1 Jahr Männersinglehaushalt, sowas macht sich halt bemerkbar. Vielleicht sollte ich mir doch mal 'ne Freundin suchen (Konnte ja nicht riechen, dass am Flughafen ein Engel auf mich wartet :D). Oder zumindest jemand, der mir im Haushalt hilft. Das Problem mit den Frauen war (zumindest hatte ich das so im Gefühl), dass die alle nur hinter meinem Geld her waren. Oder sie hatten keinen Klumpen Verstand im Kopf. Und da ich weder Ser noch Cristano bin - die alles mit nach Hause nehmen, was zwei Beine hat und auch nur halbwegs weiblich aussieht - gestaltet sich das mit der Suche ETWAS kompliziert. Noch dazu bin ich niemand, der ständig in irgendwelche Clubs rennt. Zu voll, zu laut. Zu schlechte Musik. Nicht mein Ort. Seltsamerweise ist das genau das, was Frauen von einem erwarten. Meistens. Schon ein seltsames Geschlecht. Irgendwie denken manche auch, ich wäre eingebildet. Bei dem Gedanken muss ich leise lachen. Gott, meine Mutter würde mir heute noch eine verpassen, wenn ich nicht "Bitte" und "Danke" sagen würde. Ich kann ihre Stimme förmlich hören: "Iker Casillas Ferández! So hab ich dich aber nicht erzogen!" Als ich geduscht habe - und IMMER noch NICHT wach bin - schnappe ich mir, meinen mehr schlecht als Recht gepackten Koffer, ziehe die rote Trainingsjacke der spanischen Nationalmannschaft über und mache mich auf dem Weg zum Flughafen. Barajas ist um diese Uhrzeit schon erstaunlich voll. Viele Menschen, mit vielen müden Gesichtern. So seh ich wohl auch aus. Bis auf Ser, den ich weiter hinten entdecke. Meine Müdigkeit ist - zumindest vorübergehend - wie weggeblasen. Ich ziehe meinen Koffer hinter mir her und sehe ihn wütend an. Vor lauter Sergio-wütend-ansehen, merke ich gar nicht, wie ich fast eine Frau über den Haufen renne. "Autsch." höre ich sie sagen. "Oh, lo siento (tut mir leid)." Sie sieht auf und mir bleibt fast der Atem weg. WOW! Die Augen.. Ich reiße mich zusammen. Wenn ich sie jetzt lange anstarre, bekommt sie Angst und ich muss mir später die dummen Kommentare meiner Mannschaft anhören. Also helfe ich ihr nur auf, lächele ihr kurz entschuldigend zu - mein Herz klopft als sie es erwidert - und marschiere zu meiner Mannschaft (sprich: Sergio). Er beugt sich über seinen Koffer und tut, als wäre ich gar nicht da. Na warte, Amigo. So leise wie möglich gehe ich auf ihm zu und schlage ihm dann auf den Hinterkopf. "AUA! IDOTA.. QUE PASA? (Was ist los?)" "Überleg mal ganz scharf. Stichwort: Kligelton." "Jaaaaa.. Tut mir leid. Cris dachte das wer 'ne lustige Idee." "Ser, du weißt doch, das wenn Cris denkt, nie was Gutes dabei rauskommt." "Und wenn du denkst kommt gleich noch viel weniger raus." Sergio wendet sich beleidigt ab. Okay, mir auch Recht. Ich setze mich auf meinen Koffer, stecke mir die Stöpsel in die Ohren und höre mir "You say it best, when you say nothing at all." von Ronan Keaitng an. Ich weiß, Kitsch pur, aber mir gefällt der Song. Ich lasse meinen Blick über die Menge schweifen. Geschäftsleute, Familien, Teamkollegen, Journalisten. Plötzlich bleibt mein Blick an einer Person hängen. Es ist wieder die Frau die ich fast über den Haufen gerrannt habe. Sie steht neben JJ Santos und redet mit ihm. Gerade streicht sie sich das Haar aus dem Gesicht. Dios, ist die Frau schön. Warte, wenn sie zu Jota gehört, dann fliegt sie auch mit. Stimmt da hat der Presschef ja was gesagt. Jemand Neues, der uns interviewen wird. Ein Name schwirrt in meinem Hinterkopf herum. Si, So, Sa.. Sara! Sara Carbonero! Sara heißt der Engel also. Plötzlich hebt sie den Kopf und sieht mir direkt in die Augen. Innerhalb von Sekunden kann ich den Blick nicht mehr abwenden. Diese Augen lösen ein Gefühl in mir aus, das ich noch nie hatte. Eine Weile stehen wir Beide da, sehen uns nur an. "But when you hold me near, you drown out the crowd." säuselt Ronan Keating. "No matter how much the may, they can never define, what been said, between your heart and mine." Wie aus dem Nichts tippt mir jemand von hinten auf die Schulter und ich falle vor Schreck fast vom Koffer. Ich nehme die Stöpsel aus den Ohren und drehe mich zu einem grinsendem Xavi Hernadez um. "Capi, seit wann bist du den so schreckhaft?" „Ich bin nicht schreckhaft, du schleichst dich nur von hinten an.“ Hurra, von Idioten umzingelt.. wenn das so weitergeht, werden die nächsten zwei Wochen die Hölle. Ich glaub ich sperre mich im Hotelzimmer ein und komme nur zu den Spielen und zum Training raus. Und dabei wollte ich doch meinen Racheplan weiterführen (auch wenn ich noch keine Ahnung habe, worin genau der eigentlich bestehen soll. Naja, im Hotelzimmer hab ich ZIEMLICH VIEL Freizeit…. "Chavales! Das Flugzeug wartet nicht auf uns.“ ruft der Coach durch die Halle. Als ich einsteige suche ich über den Köpfen nach der Frau – Sara – kann sie aber im ganzen Durcheinander nicht finden. Wahrscheinlich darf die Arme in der Economy Class fliegen. Nicht das ich mich an die erste Klasse gewöhnt hätte, aber es hat schon was nicht ständig die Füße des Hintermannes im Rücken zu haben. Dafür muss ich mir Sergios Gelaber geben. Entscheidet ihr was schlimmer ist. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- So, das wars für Erste Ich hoffe es gefällt euch. Song: Ronan Keating "You say it best, when you say nothing at all" Chavales = Jungs Dios = Gott
2.2.15 20:25
 
Letzte Einträge: Kapitel 2


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung